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Die Höhlen der ältesten Eiszeitkunst sind UNESCO-Welterbe. Bestehende Bauhaus-Stätte erweitert

09.07.2017 - Pressemitteilung

Am 9. Juli 2017 nahm das UNESCO-Welterbekomitee auf seiner Jahressitzung in Krakau die Höhlen der ältesten Eiszeitkunst in Baden-Württemberg in die Welterbeliste auf. Die Höhlen im schwäbischen Jura sind die 42. Welterbestätte Deutschlands.

Höhlen und Eiszeitkunst im Schwäbischen Jura
Höhlen: Bocksteinhöhle, innen© Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, S.M. Heidenreich

Am 9. Juli 2017 nahm das UNESCO-Welterbekomitee auf seiner Jahressitzung in Krakau die Höhlen der ältesten Eiszeitkunst in Baden-Württemberg in die Welterbeliste auf. Die Höhlen im schwäbischen Jura sind die 42. Welterbestätte Deutschlands.

Das Welterbekomitee würdigte in seiner Entscheidung die Dichte der Funde und die Bedeutung der Stätte für die Erforschung der jüngeren Altsteinzeit. In den sechs Höhlenfundstellen und den sie umgebenden Landschaften im Ach- und Lonetal wurden mehr als 50 aus Elfenbein oder Knochen gearbeitete Figuren entdeckt, die zwischen 35.000 und 40.000 Jahren alt sind. Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer begrüßte die Eintragung der „faszinierenden Zeugnisse prähistorischer Kunst“, die zu den ältesten Zeugnissen zählen, die der Mensch bei der Besiedlung Europas hinterließ.

Das Welterbekomitee beschloss ebenfalls eine Erweiterung der bereits bestehenden Welterbestätte Bauhaus um die Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes in Bernau und fünf Laubenganghäuser in Dessau-Roßlau. Die Bauhaus-Stätten in Weimar und Dessau zählen bereits seit 1996 zum UNESCO-Welterbe.

UNESCO-Welterbekomitee in Krakau
UNESCO-Welterbekomitee in Krakau© Pawel Suder Narodowy Instytut Dziedzictwa

„Die Erweiterung der Welterbestätte ist konsequent und stärkt den außergewöhnlichen universellen Wert des Bauhauses“, freute sich Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer. Die hinzugefügten Gebäude machen den Gesamtüberblick über die Wirkungszeit der Bauhausschule noch repräsentativer. Während die Laubenganghäuser in Dessau-Roßlau exemplarisch den Sozialwohnungsbau der Zwischenkriegszeit dokumentieren, zeigt die Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes die Entwicklung fortschrittlicher Ausbildungsprogramme in Zusammenarbeit mit Arbeiterorganisationen.

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