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Auswärtiges Amt unterstützt seit 20 Jahren den Erhalt der Tempelanlagen in Angkor

12.12.2017 - Pressemitteilung

Der größte Tempelkomplex der Welt aus der Zeit der Khmer-Hochkultur gehört seit 25 Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe. Verwitterungsschäden bedrohen dieses bedeutende kulturelle Erbe der Menschheit.

Kulturerhalt Programm des Auswärtigen Amtes
Luftansicht Angkor Wat© leisen@gacp

Der größte Tempelkomplex der Welt aus der Zeit der Khmer-Hochkultur gehört seit 25 Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe. Verwitterungsschäden bedrohen dieses bedeutende kulturelle Erbe der Menschheit. Deutschland unterstützt mit bisher rund 4 Mio Euro durch Konservierungsmaßnahmen der Technischen Hochschule Köln seit 20 Jahren den Erhalt der Tempelanlagen in Angkor.

Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt Prof. Dr. Maria Böhmer erklärte dazu:

„Mit diesem umfangreichsten und langjährigsten Vorhaben im Rahmen des Kulturerhalt-Programms unterstützt das Auswärtige Amt in Kooperation mit seinen kambodschanischen Partnern den Erhalt einer der bedeutendsten Weltkulturerbestätten, die Tempelanlage Angkor in Kambodscha. Durch sein weltweites Engagement für Schutz und Pflege von bedeutendem Kulturerbe leistet Deutschland einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung kultureller Identitäten, fördert den Wissenstransfer und interkulturellen Dialog.“

Hintergrund:

Als herausragendes Symbol für die kulturelle Identität Kambodschas ist Angkor Wat auf der Nationalflagge Kambodschas abgebildet und eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten dieses Landes.

Wertvolle Reliefs sowie Sandstein-, Ziegel- und Stuckdekorationen in der Tempelanlage sind von Verwitterungsschäden bedroht. Die deutschen Konservierungsexperten Prof. Dr. Hans Leisen und Dr. Esther von Plehwe-Leisen der TH Köln führen seit 1997 mit Apsara Maßnahmen zur Dokumentation und Untersuchung der Verwitterungsschäden sowie wissenschaftlich basierte Konservierungsmaßnahmen an den Tempeln durch. Die Erhaltung von Reliefs aus Sandstein, Ziegel und Stuck werden von örtlichen Restauratoren ausgeführt. Hierzu bilden die beiden deutschen Experten kambodschanische Mitarbeiter in Konservierungstechniken und wissenschaftlicher Methodik aus.

Mit dem Kulturerhalt-Programm hat das Auswärtige Amt seit 1981 rund 2.800 Kulturerhalt-Projekte in 144 Ländern unterstützt. Dazu gehören Maßnahmen zum Erhalt historischer Kulturgüter sowie deutschen Kulturerbes im Ausland. Experten, lokale Bevölkerung und Partner vor Ort werden an der Durchführung beteiligt und, wo es möglich ist, in den Bereichen Konservierung, Restaurierung und Digitalisierung ausgebildet.

Im Rahmen des jährlichen Treffens des International Coordinating Committee (ICC) am 13. und 14. Dezember 2017 in Angkor wird das 20jährige Engagement Deutschlands mit der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding zwischen der TH Köln und der kambodschanischen Denkmalschutzbehörde Apsara sowie am 15. Dezember mit einem Symposium zum German Apsara Conservation Project (GACP) der beiden Experten Prof. Dr. Leisen und Frau Dr. von Plehwe-Leisen gewürdigt.

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