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Anwendung der UNESCO Internet-Universalitäts-Indikatoren in Deutschland

Internet-Entwicklung

Internet-Entwicklung, © UNESCO

14.09.2021 - Pressemitteilung

Am 14. September 2021 wurde im Rahmen des XIII. Deutschen Internet Governance Forums der Anwendungsbericht der Internet-Universalitäts-Indikatoren der UNESCO in Deutschland präsentiert. Der Bericht wurde im Auftrag der Deutschen UNESCO-Kommission vom Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut erstellt.

Die UNESCO-Indikatoren liefern ein Koordinatensystem, das den Zustand des Internets in den Bereichen Achtung der Menschenrechte, Offenheit, Zugänglichkeit und Multistakeholder-Beteiligung darstellt. Deutschland ist weltweit eines der ersten Länder, das eine entsprechende Studie vorlegt.

Der Bericht liefert erstmals eine Gesamtschau von Daten zur Entwicklung und Nutzung des Internets in Deutschland, beschreibt aber zugleich Missverhältnisse. So bewertet die Studie die Lage des Internets in Deutschland insgesamt als gut. Ein Großteil der Bevölkerung nutzt das Internet täglich und wie selbstverständlich (91 %). Eklatante Unterschiede bei der Internetnutzung bestehen zwischen Erwerbstätigen (96 %) und Erwerbslosen (68 %), Menschen mit höherem und niedrigerem Bildungsniveau (96 % vs. 60 %) sowie in der geographischen Verteilung (stärkere Nutzung in städtischen Gebieten, geringere in ländlichen Gebieten). Gezielte Handlungsempfehlungen erstrecken sich daher insbesondere auf den Abbau dieser Diskrepanzen etwa durch die Verankerung von Internetnutzungskompetenzen im Bildungssystem, im privaten Umfeld und im beruflichen Leben oder durch den Ausbau eines flächendeckenden Zugangs zu schnellem Internet.

Die Beauftragte für Cyberaußen- und Cybersicherheitspolitik im Auswärtigen Amt, Botschafterin Dr. Grienberger, DUK-Generalsekretär Dr. Luckscheiter und der Direktor des Hans-Bredow-Instituts Prof. Schulz diskutierten mit Experten von UNESCO und Zivilgesellschaft die zentralen Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen des Berichts.

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