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UNESCO-Konferenz zum Umgang mit Kulturgut aus kolonialen Kontexten

UNESCO-Konferenz zum Umgang mit Kulturgut aus kolonialen Kontexten

UNESCO-Konferenz zum Umgang mit Kulturgut aus kolonialen Kontexten, © UNESCO/Christelle ALIX + UNESCO/Luis Abad-banda

01.06.2018 - Pressemitteilung

Hochrangige internationale Konferenz zum Umgang mit Kulturerbe aus kolonialen Kontexten

Am 1. Juni 2018 fand in Paris eine von der UNESCO ausgerichtete hochrangige internationale Konferenz zum Umgang mit Kulturgut aus kolonialen Kontexten statt.

Mit der von Generaldirektorin Audrey Azoulay und dem Staatspräsidenten von Benin, Patrice Talon, eröffneten Konferenz griff die UNESCO die internationale Debatte über Voraussetzungen für die temporäre oder dauerhafte Rückführung von Kulturgütern aus kolonialen Kontexten an die Herkunftsstaaten und Herkunftsgesellschaften auf.

An der vom Auswärtigen Amt geförderten Konferenz nahmen Vertreter aus über 100 Staaten teil, darunter die Kulturministerinnen und Kulturminister aus Frankreich, Gabun, Jordanien, Libanon, Peru und dem Senegal sowie die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters.


UNESCO-Konferenz zum Umgang mit Kulturgut aus kolonialen Kontexten
UNESCO-Konferenz zum Umgang mit Kulturgut aus kolonialen Kontexten© UNESCO/Christelle ALIX + UNESCO/Luis Abad-banda

Staatsministerin Grütters betonte die Bedeutung eines verantwortlichen Umgangs mit Kulturgut und die unverzichtbare Rolle der Provenienzforschung. Sie verwies beispielhaft auf das Humboldt Forum im Herzen Berlins, das als Ort des Dialogs mit den Kulturen der Welt geplant sei. Ein Schwerpunkt ihres Beitrags war die Vorstellung des im Mai 2018 veröffentlichten Leitfadens zum Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten, der bald auch in englischer und französischer Übersetzung vorliegen wird.

Die französische Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy (TU Berlin/Collège de France), die Direktorin des Museums für Völkerkunde Hamburg, Barbara Plankensteiner, und die Direktorin des Linden-Museums Stuttgart, Inés de Castro, beteiligten sich mit Fachbeiträgen aus Wissenschaft und Museumspraxis.

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