Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Unterlagen des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses sind  UNESCO-Weltdokumentenerbe

Auschwitz-Prozess-Dokumente

historische Akten des Frankfurter Auschwitz-Prozesses, © Kultusministerium Wiesbaden

16.05.2018 - Pressemitteilung

Auszeichnung der Dokumente des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses als UNESCO-Weltdokumentenerbe.

Am 16. Mai 2018 überreichte der Beauftragte für Strategische Kommunikation im Auswärtigen Amt, Andreas Kindl, in Frankfurt die Urkunde zur Auszeichnung der Dokumente des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses 1963-1965 als UNESCO-Weltdokumentenerbe an den hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein. Die von der UNESCO ausgezeichneten Dokumente werden im Hessischen Landesarchiv aufbewahrt, das auch den Nominierungsantrag erarbeitet hatte.

Die Verfahrensunterlagen und Tonbandaufnahmen zum ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess waren im Oktober 2017 von der UNESCO in die Liste des Weltdokumentenerbes aufgenommen wurden. Mit der Entscheidung würdigte die UNESCO die Tatsache, dass der erste Frankfurter Auschwitz Prozess 1963-1965 den millionenfachen Mord an Juden, Minderheiten und politischen Gegnern während der nationalsozialistischen Diktatur erstmals in seinem gesamten Ausmaß in das Blickfeld der deutschen Öffentlichkeit gerückt hatte.

Das UNESCO-Weltdokumentenregister („Memory of the World“) wurde 1992 geschaffen. Es ist ein globales digitales Netzwerk mit herausragenden Buchbeständen, Handschriften und Partituren sowie Bild-, Ton- und Filmdokumenten. Ziel des Registers ist es, dokumentarische Zeugnisse von außergewöhnlichem Wert in Archiven, Bibliotheken und Museen zu sichern und zugänglich zu machen. 427 Dokumente aus allen Weltregionen zählen derzeit zum Weltdokumentenerbe, darunter 24 aus Deutschland.

Weiterführende Informationen:

Deutsche UNESCO-Kommission

Auswärtiges Amt

nach oben