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Grundlagen

UNESCO Symbol
UNESCO Symbol© Quelle: picture alliance / dpa, @ dpa

Die UNESCO (engl. United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) ist eine rechtlich selbstständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Paris.

Ihr Aufgabenfeld ist mit den Mandatsbereichen Bildung, Wissenschaft, Kultur und seit 1990 Kommunikation und Information breiter als das aller anderen Organisationen des VN-Systems. Ihr gehören 195 Mitgliedsstaaten an.

Im Sekretariat in Paris und in den Feldbüros sind ca. 2.100 Personen beschäftigt. Es wird seit dem 15. November 2017 von der Generaldirektorin Audrey Azoulay aus Frankreich geleitet. Sie ist die zweite Frau an der Spitze der UNESCO.

Verfassungspräambel der UNESCO
Verfassungspräambel der UNESCO© AA

Die UNESCO wurde mit dem Ziel gegründet, einen Dialog der Kulturen in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur zu etablieren und damit die Grundlage für einen weltweiten Frieden zu schaffen. 1990 ist das Aufgabenfeld der UNESCO um den Bereich Kommunikation und Information erweitert worden.

Die Leitidee der UNESCO lautet: "Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden." Sie steht in der Präambel ihrer Verfassung, die 37 Staaten am 16. November 1945 in London unterzeichnet haben.

Heute versteht sich die Organisation als Think Tank und Ideenlabor. Neben dem Zusammentragen und der Bereitstellung von Informationen in den UNESCO-relevanten Bereichen werden Standards für weltweite Abkommen zu ethischen Fragen gesetzt.
Die Arbeit der UNESCO ist auf die 17 nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) der Vereinten Nationen ausgerichtet, insbesondere auf die Bekämpfung der Armut, auf die Ermöglichung einer Grundbildung für alle, die Gleichberechtigung der Geschlechter und auf Nachhaltige Entwicklung.

Die Anfänge der UNESCO reichen noch vor das Ende des Zweiten Weltkriegs zurück. 1942 überlegten alliierte Bildungsminister bei einer Konferenz in Großbritannien gemeinsam, wie Bildungssysteme und kulturelle Einrichtungen in Zeiten des Friedens wieder aufgebaut werden könnten.
 

UNESCO 1959
UNESCO 1959© picture-alliance / akg-images / UNESCO

Zahlreiche Länder folgten diesen Überlegungen und legten im November 1945 den Grundstein für eine auf Frieden ausgerichtete Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur.
Ein Jahr später, im November 1946, trat die Verfassung der UNESCO in Kraft. Die ersten Länder, die ratifiziert hatten, waren Ägypten, Australien, Brasilien, China, Dänemark, Dominikanische Republik, Frankreich, Griechenland, Indien, Kanada, Libanon, Mexiko, Neu Seeland, Norwegen, Saudi Arabien, Südafrika, Tschechoslowakei, Türkei, die Vereinigten Staaten von Amerika und das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland. Die erste Generalkonferenz fand noch im selben Jahr statt.
Die Bundesrepublik Deutschland trat 1951, die Deutsche Demokratische Republik (DDR) 1972 bei. Mit der deutschen Wiedervereinigung am 03.10.1990 sind die beiden Staaten auch bei der UNESCO zu einem Mitgliedsstaat verschmolzen.

UN, Vereinte Nationen Zeichen, Symbolbild
UN, Vereinte Nationen Zeichen, Symbolbild© chromorange

Als VN-Sonderorganisation folgt die UNESCO der übergeordneten Zielsetzung der Vereinten Nationen. Die Entscheidung über mittelfristige Strategien, das konkrete Programm und der Haushalt liegen in den Händen der 195 Mitgliedsstaaten.

Die Bamberger Altstadt - UNESCO-Welterbestätte seit 1993
Die Bamberger Altstadt - UNESCO-Welterbestätte seit 1993© picture-alliance / HB-Verlag

Das Aufgabenfeld der UNESCO ist weiter gefasst als das aller anderen Organisationen der Vereinten Nationen. Biosphärenreservate und die allseits bekannten Welterbestätten gehören ebenso dazu wie die Rückführung von in Kriegen verschleppten Kulturgütern oder das Thema Erwachsenenbildung.

Insgesamt gibt es fünf Programmbereiche: Bildung, Kultur, Naturwissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Kommunikation und Information. Afrika und die Gleichberechtigung der Geschlechter sind aktuelle Schwerpunkte, die sich in allen Programmen und Projekten der UNESCO widerspiegeln.