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Die Rolle der Mitgliedstaaten

Flaggen

Flaggen, © Geisler-Fotopress

19.07.2022 - Artikel

Ständige Vertretungen der Mitgliedstaaten

Die Ständigen Vertretungen der Mitgliedsstaaten bringen die Positionen ihrer Regierungen in die Arbeit der UNESCO ein und entscheiden gemeinsam über Programm und Budget der Organisation. Ferner unterrichten sie ihre Regierungen über laufende Entwicklungen und Schwerpunkte innerhalb der UNESCO.

Koordinierung in Deutschland

Innerhalb der Bundesregierung liegt die Federführung für UNESCO-Angelegenheiten beim Auswärtigen Amt. Das Auswärtige Amt stimmt die deutsche Mitwirkung an der Arbeit der UNESCO mit den jeweils zuständigen Fachressorts ab.

Nationale UNESCO-Kommissionen

Die UNESCO sieht als einzige VN-Sonderorganisation die Einrichtung von Nationalkommissionen in den Mitgliedstaaten vor. Alle Mitgliedstaaten haben eine solche Nationale UNESCO-Kommission eingerichtet. Die Nationalen UNESCO-Kommissionen unterstützen die Mitgliedschaft der jeweiligen Staaten in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur durch Einbindung aller nationalen Einrichtungen, Verbände und der Zivilgesellschaft in die Zusammenarbeit mit der UNESCO - bis hin zu einzelnen Schulen, Museen, Forschungsinstituten, etc. Die UNESCO als Zusammenschluss von Staaten erreicht dadurch sowohl eine grössere Breitenwirkung wie auch ein grösseres Bewusstsein für die Situation „vor Ort“, dass die Nationalen UNESCO-Kommissionen als Schnittstelle zwischen Staat, Zivilgesellschaft und UNESCO fungieren.

Die 199 Nationalen UNESCO-Kommissionen bilden ein globales Netzwerk. Sie tauschen ihre Erfahrungen mehrfach pro Jahr auf globaler Ebene aus, zum Beispiel am Rande der Sitzungen des Exekutivrats - zudem gibt es regelmässige Treffen auf kontinentaler Ebene in fast allen Weltregionen.

Deutsche UNESCO-Kommission

Mitgliederversammlung der DUK
Mitgliederversammlung der DUK © Deutsche UNESCO-Kommission / Thomas Müller

In Deutschland berät die Deutsche UNESCO-Kommission die Bundesregierung, den Bundestag, die Länder und alle weiteren zuständigen Stellen bei der Mitwirkung in der UNESCO und sonstigen Fragen, die sich aus der Mitgliedschaft Deutschlands in der UNESCO ergeben. Die Deutsche UNESCO-Kommission bringt u.a. die Fachkenntnis deutscher Institute, Verbände, wissenschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Organisationen und Expertinnen und Experten in die zwischenstaatliche Zusammenarbeit ein. Zudem wirkt sie an der Ausgestaltung der Mitgliedschaft Deutschlands in der UNESCO mit und trägt zur Umsetzung von UNESCO-Völkerrecht und UNESCO-Programmen in Deutschland bei. Ziel ist dabei, dass UNESCO-Völkerrecht und UNESCO-Programme in Deutschland bestmögliche Wirkung entfalten. Arbeitsschwerpunkte sind die Förderung hochwertiger und chancengerechter Bildung sowie Schutz, Erhalt und nachhaltige Entwicklung des Kultur- und Naturerbes. Sitz ist Bonn.

Die Deutsche UNESCO-Kommission wurde am 12. Mai 1950 noch vor dem Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zur UNESCO (11. Juli 1951) gegründet. Sie ist Rechtsnachfolgerin der UNESCO-Kommission der DDR.

Als Mittlerorganisation der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik wird die Deutsche UNESCO-Kommission vom Auswärtigen Amt finanziert. Der Rechtsform nach ist sie ein gemeinnütziger eingetragener Verein. Sie stützt sich unter anderem auf bis zu 114 Mitglieder, davon 100 gewählt, und ein breites Experten- und Institutionennetzwerk, die zum Beispiel in Fachausschüssen, Expertenkreisen und Veranstaltungen zusammenwirken. Besondere Partner sind die etwa 300 UNESCO-Projektschulen, die 16 UNESCO-Biosphärenreservate, 8 UNESCO-Geoparks, 15 UNESCO-Lehrstühle, 51 UNESCO-Welterbestätten, Trägergruppen des Immateriellen Kulturerbes, mehrere Dutzend Städte in UNESCO-Netzwerken und deutsche Nationalkomitees für verschiedene zwischenstaatliche Programme.


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