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UNESCO-Programmspektrum

UNESCO

Das Aufgabenfeld der UNESCO ist weiter gefasst als das aller anderen Organisationen der Vereinten Nationen. Biosphärenreservate und die allseits bekannten Welterbestätten gehören ebenso dazu wie die Rückführung von in Kriegen verschleppten Kulturgütern oder das Thema Erwachsenenbildung.

Insgesamt lassen sich fünf Programme ausmachen: Bildung, Kultur, Naturwissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Kommunikation und Information. Afrika und die Gleichberechtigung der Geschlechter sind aktuelle Schwerpunkte, die sich in allen Programmen und Projekten der UNESCO widerspiegeln.

Maria-Kunigunda-Grundschule
Maria-Kunigunda-Grundschule© dpa

Jeder hat das Recht auf Bildung" - dies ist in Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgeschrieben. Bildung ist unabdingbar für die gesellschaftliche Entwicklung, im Kampf gegen die Armut und die Ausbreitung von AIDS. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Kinder ihr Recht auf ein erfülltes Leben einlösen können. 

Die UNESCO koordiniert innerhalb des Systems der Vereinten Nationen das weltweite Aktionsprogramm „Bildung für alle“ im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Ziel der Agenda ist es, bis zum Jahr 2030 für alle Menschen eine inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen sicherzustellen (SDG 4). Weltweit etwa 8.500 Schulen engagieren sich im internationalen Netzwerk der UNESCO-Projektschulen.

Weitere Informationen der Deutschen UNESCO Kommission zum Bildungsbereich

Detail babylonische Stadtmauer
Detail babylonische Stadtmauer© Colourbox

Schutz und Erhaltung des kulturellen Erbes, Bewahrung und Förderung der kulturellen Vielfalt und der Dialog zwischen den Kulturen sind die Schwerpunkte des Kulturprogramms der UNESCO. Die Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen (2005), zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes (2003) und das Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt (1972) bilden hierbei den völkerrechtlichen Rahmen der Aktivitäten im Bereich Kultur. Mit dem Programm "Memory of the World" will die UNESCO das dokumentarische Erbe der Menschheit in Archiven und Bibliotheken sichern.

Weitere Informationen der Deutschen UNESCO Kommission zum Kulturbereich

Grube Messel
Grube Messel© dpa

Die UNESCO fördert die internationale und zwischenstaatliche Zusammenarbeit, sowohl in den Naturwissenschaften als auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften.

Das Themenspektrum reicht dabei von der Ozeanographie über UNESCO-Biosphärenreservate bis zu Menschen- rechten, Ethik und Philosophie. Stärkere Zusammenarbeit in der Wissenschaft war bereits oft ein erster Schritt zu mehr Frieden. Notwendig ist Wissenschaftskooperation vor allem für nachhaltige Entwicklung und die gemein- same Bewältigung globaler Herausforderungen. Dabei unterstützt die UNESCO vor allem Netzwerke und Strategien, um Entwicklungsländern den Aufbau eigener Forschungsinfrastruktur zu ermöglichen.

Ein besonderer Schwerpunkt ist Afrika. Auch das Auswärtige Amt und die Deutsche UNESCO-Kommission organisieren sich mit zahlreichen Projekten verstärkt auf dem afrikanischen Kontinent.

Weitere Informationen der Deutschen UNESCO Kommission zum Wissenschaftsbereich

Zeitungsständer mit Tageszeitungen
Zeitungsständer mit Tageszeitungen© Geisler-Fotopress

Zugang zu Information und Wissen für alle, Einsatz von Informationstechnologie als Entwicklungsfaktor und Förderung der Pressefreiheit - das sind die Ziele des Programms für Kommunikation und Information der UNESCO.

Durch die Ausbildung von Journalisten und den Aufbau unabhängiger Medien in Entwicklungsländern und Konfliktregionen trägt die UNESCO zu einer pluralistischen Presse weltweit bei. Sie fördert Informationstechnologie als Entwicklungsfaktor zur Überwindung der "digitalen Kluft" zwischen armen und reichen Ländern.

Weitere Informationen der Deutschen UNESCO Kommission zum Bereich Kommunikation und Information

Das sozialwissenschaftliche Programm der UNESCO unterstützt Regierungen dabei, den gesellschaftlichen Wandel zu gestalten. Gerade Entwicklungsländer haben selten ausreichende Kapazitäten, um die teils dramatischen Veränderungen durch Globalisierung, Urbanisierung, Migration, Umweltwandel oder Bevölkerungswachstum zu verstehen und steuernd zu begleiten.

Weitere Informationen zum Programmbereich Sozial-und Geistenwissenschaften

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