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Rolle der Mitgliedstaaten

Ständige Vertretungen der Mitgliedstaaten

Die Ständigen Vertretungen der Mitgliedstaaten bringen die Positionen ihrer Regierungen in die Arbeit der UNESCO ein und entscheiden gemeinsam über Programm und Budget der Organisation. Ferner unterrichten sie ihre Regierungen über laufende Entwicklungen und Schwerpunkte innerhalb der UNESCO.

Koordinierung in Deutschland

Innerhalb der Bundesregierung liegt die Federführung für UNESCO-Angelegenheiten beim Auswärtigen Amt. Das Auswärtige Amt stimmt die deutsche Mitwirkung an der Arbeit der UNESCO mit den jeweils zuständigen Fachressorts ab.

Nationale UNESCO-Kommissionen

Die UNESCO sieht als einzige VN-Sonderorganisation die Einrichtung von Nationalkommissionen in den Mitgliedstaaten vor. Alle Mitgliedstaaten haben eine Nationalkommission eingerichtet. Die Nationalkommissionen unterstützen die Mitgliedschaft der jeweiligen Staaten in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur durch Einbindung aller nationalen Einrichtungen, Verbände und der Zivilgesellschaft in die Zusammenarbeit mit der UNESCO. Die Nationalkommissionen fungieren vor allem als Schnittstelle zwischen Staat, Zivilgesellschaft und UNESCO.

Deutsche UNESCO-Kommission

Mitgliederversammlung der DUK
Mitgliederversammlung der DUK © Deutsche UNESCO-Kommission / Thomas Müller

In Deutschland berät die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK)  die Bundesregierung, den Bundestag, die Länder und alle weiteren zuständigen Stellen bei der Mitwirkung in der UNESCO und sonstigen Fragen, die sich aus der Mitgliedschaft Deutschlands in der UNESCO ergeben. Die DUK bringt u.a. die Fachkenntnis deutscher Institute, Verbände, wissenschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Organisationen und Expertinnen und Experten in die zwischenstaatliche Zusammenarbeit ein. Zudem wirkt sie an der Ausgestaltung der Mitgliedschaft Deutschlands in der UNESCO mit und trägt zur Umsetzung von UNESCO-Programmen in Deutschland bei. Sitz der DUK ist Bonn.

Die Deutsche UNESCO-Kommission wurde am 12. Mai 1950 noch vor dem Beitritt der Bundesrepublik Deutschland zur UNESCO (11. Juli 1951) gegründet. Am 3. Oktober 1990 wurde sie auch Rechtsnachfolgerin der UNESCO-Kommission der DDR.

Als Mittlerorganisation der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik wird die DUK vom Auswärtigen Amt finanziert. Der Rechtsform nach ist sie ein eingetragener Verein. Die DUK stützt sich unter anderem auf bis zu 114 Mitglieder, davon 100 gewählt, und ein breites Experten- und Institutionennetzwerk, die in Fachausschüssen, Expertenkreisen und ad-hoc-Formaten zusammenwirken. Besondere Partner sind die etwa 300 UNESCO-Projektschulen, die 16 UNESCO-Biosphärenreservate, 6 UNESCO-Geoparks, 14 UNESCO-Lehrstühle, 46 UNESCO-Welterbestätten, Trägergruppen des Immateriellen Kulturerbes und deutsche Nationalkomitees für verschiedene zwischenstaatliche Programme.


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